Freitag, 6. Mai 2016

Namibia - Impressionen und Urlaubstipps

Ihr habt ganz sicherlich schon euren Urlaub 2016 geplant, oder?

Falls ihr aber noch unsicher seid oder einfach noch einen Tipp benötigt, möchte ich euch heute einige Impressionen von Namibia zeigen und euch dieses Land sehr ans Herz legen.

Ganz nebenbei findet ihr in diesem Blogbeitrag noch Tipps sowie eine Must-Have Liste für einen Urlaub in Namibia.

Dünen in der Namib Wüste

Vom Experten beraten


Wir waren 3 Wochen in diesem wirklich sehr schönen Land und sind ca. 4300 km mit unserem gemieteten Jeep durchs Land gefahren.

Geplant haben wir unsere Reise mit dem Reisebüro S.A. Landprogramm, klick dafür hier.  

Das Reisebüro stand uns mit Rat und Tat zur Seite, sei es um einen guten Flug oder schöne Unterkünfte zu finden, aber am Wichtigsten Sie haben uns die richtige Route festgelegt, nicht zu lange Tagesstrecken, alles machbar und am Ende sehr erholsam trotz der vielen Kilometer. Für uns war das Reisebüro eine riesengroße Hilfe! Und das nicht nur vorab, sondern auch bei einer sehr spontanen Hotelumbuchung während der Reise.


Unsere Strecke



 Beispiel Rundreise für ca. 18/19 Tage - wir sind allerdings anders herum gefahren



Unsere Ziele auf der Reise


Windhoek - Waterberg Plateau - Etosha Nationalpark - Grootberg (Himba Dorf) - Twyfelfontein - Swakopmund - Namib Wüste - Lüderitz - Fish River Canyon - (Keetmanshoop haben wir ausgelassen) - Windhoek


Auf dem Weg zu den Himbas

Welche ist die richtige Reisezeit für Namibia?


Ehrlich gesagt, keine Ahnung. Namibia ist laut vielen Reiseseiten ein Urlaubsort, den man ganzjährig besuchen kann, je nachdem wie warm man es eben mag.

Auch wir haben sehr lange überlegt, zu welcher Jahreszeit wir Namibia besuchen möchten. Dann haben wir uns irgendwann für die Zeit von Ende Oktober bis Mitte November entschieden. Übrigens eine sehr heiße Reisezeit rein von den Temperaturen her. Wer es also nicht ganz so heiß mag, sollte sich definitiv eine andere Zeit (vielleicht eher im Namibischen Winter) heraussuchen.

Springböcke im Etosha National Park

Im Norden von Namibia/ Etosha National Park fängt übrigens Anfang November die Regenzeit an, unsere Agentur hat uns somit empfohlen, unsere Tour im Norden zu beginnen und entgegen des Uhrzeigersinnes zu fahren. 

Ein weiterer Vorteil unserer Reisezeit, die Bäume wurden langsam grün und es war nicht alles vertrocknet und grau.

Elefant im Etosh National Park

Eigentlich liebe ich die Hitze! Genau eigentlich... Zu Beginn unserer Reise waren nicht selten weniger als 35 Grad plus. Zwar trockene Hitze und eigentlich ganz gut auszuhalten...aber ich muss gestehen, die ersten Tage in Namibia haben mir persönlich ganz schön zu schaffen gemacht. Hitze plus Schnupfen (dank der sehr kalten Klimaanlage im Flugzeug) waren für mich keine gute Kombi am Anfang.

Zebra im Etosha National Park

Ein weiterer sehr großer Vorteil hatte die Reisezeit auf jeden Fall, es gab überhaupt keine Mücken. 

Und keine Mücken heißt auch, das man sich keine Gedanken, um Malaria zu machen brauchte. Wir hatten zwar alle Mittel dabei, waren aber dennoch heil froh, sich nicht jeden Abend mit Nobite Mückenspray einsprühen oder geschweige Malariaprophylaxe nehmen zu müssen. 

Es lohnt sich somit, in Namibia zunächst zu schauen, ob es zu der Zeit überhaupt Mücken gibt, bevor man sich hinsichtlich Malaria verrückt macht. Die meisten Mücken kommen während und nach der Regenzeit.

Nashorn Ladies am Waterberg

Auf der Reise haben wir festgestellt, welche Dinge auf keinem Fall im Gepäck fehlen sollten. Diese habe ich mal in einer Must-Have-Liste zusammengefasst. (Sieht vielleicht jeder anders oder vielleicht fehlt auch noch das eine oder andere, aber das sind die Dinge, dir mir aufgefallen sind. Und alles was noch fehlt, kann man sich durchaus in Namibia im Supermarkt kaufen.)

Meine Empfehlungen fürs Gepäck.


Neben Sommersachen solltet ihr auf jeden Fall auch warme Kleidung einpacken, was ich persönlich sehr hilfreich fand war die Trekkinghose, mit abnehmbaren Beinen, das Wetter wechselt gerne mal, tagsüber sehr heiß und nachts kann es auch recht kühl werden.

Wir hatten auf unserer Reise öfter mal Stromausfall, daher ist es immer gut eine Taschenlampe dabei zu haben.

Es gibt Monate in Namibia, da gibt es viele Mücken, und diese können durch aus auch Malaria übertragen. Ratsam ist es daher zum einen Mückenspray (wie z.B. Nobite) und zum anderen Malariaprophylaxe im Gepäck zu haben. Wir brauchten es zwar beides nicht, da die Jahreszeit zu trocken war, aber lieber vorsorgen.
 
Lippenpflegestift, was auch immer ihr bevorzugt, Labello, Nivea oder sonstiges...ich brauchte es so dringend, weil meine Lippen durch die trockene Luft (10 % Luftfeuchtigkeit) einfach nur noch trocken waren.

Auf jeden Fall solltet ihr eine Fotoausrüstung mitnehmen und damit meine ich etwas mehr als nur das Handy... ja, eine richtige Kamera und am besten mit einem guten Zoom oder einem richtig guten Teleobjektiv, denn die Tiere kommen nicht unbedingt bis kurz vor die Linse und posieren.

Und um die Tiere in ihrer Umgebung gut beobachten zu können, lohnen sich auf jeden Fall auch gute Ferngläser. Wenn ihr zu zweit seid, lohnen sich übrigens auch durchaus zwei Ferngläser, ihr wollt ja von den Tieren schließlich nix verpassen, oder?




Fernglas von der Firma Pentax, Waterberg

Sonnenschutz, gerne 50 LSF, die Sonne ist in Namibia sehr präsent und wer sich nicht schützt läuft Gefahr, sehr schnell Sonnenbrand zu bekommen.

Ich bin kein großer Fan von Mützen, aber die Sonne ist halt einfach unermüdlich und von daher ist eine Kopfbedeckung durch aus empfehlenswert.

Jeden Tag unterwegs, jeden Tag ein neues Abenteuer, um alles zu behalten, was man so erlebt, lohnt es sich durch aus Notizen z.B. in einem Tagebuch zu machen.

Neben einem Reisepass, der noch mindestens 6 Monate lang gültig sein sollte, benötigt ihr einen Internationalen Führerschein, sobald ihr ein Auto mieten möchtet bzw. besser gesagt, eigentlich nicht zum mieten selbst, aber auf jeden Fall für die Polizeikontrollen, die durchaus mal vorkommen können, da die Wilderei zu genommen hat und somit auch die Kontrollen.

Neben einer Kreditkarte, mit der man fast überall bezahlen kann, sollte man auch immer etwas Bargeld dabei haben, am besten vor Ort holen, wird benötigt, denn an Tankstellen kann man nur bar bezahlen.

Sicherlich müssen alle elektrischen Geräte mal geladen werden, dafür benötigt ihr einen Stromadapter, diesen kauft man sich am besten bei der Ankunft direkt in einem Supermarkt. Es gibt diese Adapter zwar auch hierzulande bei Amazon, allerdings für sehr viel mehr Geld als vor Ort in Namibia. 

Leopard im Etosha National Park


Was man in Namibia nicht verpassen sollte.


Wer Lust hat, sich viele Tiere anzusehen, sollte auf keinen Fall den Etosha National Park verpassen. Hier können geführte Touren gemacht werden, aber eigentlich es ist schöner den Park auf eigene Faust zu entdecken. Denn wenn man alleine mit dem Auto durchfährt, kann man sich einfach mehr Zeit lassen, um alle Tiere in Ruhe zu beobachten und Fotos zu machen. Unsere Highlights im Park, definitiv der schlafende Leopard als auch der jagende Gepard.



Zebra im Etosha National Park

Eine Living Desert Tour machen, denn die kleinen Tierchen (wie auf dem Bild drunter) bekommt man sonst nie zu Gesicht, die Spuren kennt nur ein erfahrender Guide. Und dieser Guide zeigte uns nicht nur diese und andere Tiere, die in der Wüste leben, sondern erklärte auch, wie das Leben in der Wüste funktioniert. Sehr spannend und lehrreich.

Gesehen auf der Living Desert Tour, Swakopmund

Unbedingt die Namib Wüste/ Sossusvlei besuchen. Es ist eine tolle Wüste, mit all ihren Dünen. Ratsam ist es hier jedoch sehr früh aufzustehen, denn hier wird es richtig heiß. Die Temperaturen sind am angenehmsten bis max. 9 Uhr. Und zu dieser Zeit ist es auch am besten die Dünen zu besteigen. Wir hatten zur Mittagszeit eine glühende Hitze von um und bei 50 Grad. Da wird so eine Besteigung einer Düne sehr schweißtreibend und mega anstrengend.

Namib Wüste, Dünen in der Sossusvlei

Das Himba-Volk besuchen. 
Vor der Reise habe ich verschiedene Personen, die schon in Namibia waren, befragt, ob man die Himbas besuchen sollte. Es kamen Antworten wie: " das ist viel zu kommerziell" oder "das ist ja wie vorführen im Zoo" oder "der Besuch war mir unangenehm" und und und...

Mein Fazit nach meinem Besuch: 
Ich fand den Besuch beim Himba-Volk großartig. Man muss jedoch dazu sagen, dass wir das große Glück hatten, nur mit zwei Guides dort hingefahren zu sein. Und so eine Minigruppe von 4 Personen, war dann schon sehr persönlich. So sind auch die Gespräche mit den Himbas viel persönlicher gewesen, als wenn man natürlich in einer großen Touristengruppe dort auffährt.

Als wir uns mit der Frau, unten auf dem Bild, unterhalten haben, war es auch kein Ausfragen unsererseits sondern viel mehr ein Gespräch, bei dem beide Parteien seine Fragen loswerden konnten.

Ich fand es somit sehr spannend bei den Himbas gewesen zu sein und das ich deren Kultur kennenlernen durfte.

Im Himba Dorf


Weitere Tipps für die Reise durch Namibia


Empfehlenswert ist es auch alle Hotels/ Lodges/ Farmhäuser im Voraus zu buchen. Namibia ist zwar doppelt so groß wie Deutschland, aber es leben dort nur ca. 2.2 Mill. Menschen. Es könnte manchmal etwas schwer und vielleicht auch teurer werden, vor Ort spontan eine Unterkunft in Hotels zu finden. Ratsam ist es daher, die Tour vorab zu planen (Empfohlen wird ca. ein halbes Jahr.) 


Auf dem Weg nach Swakopmund


Namibia bietet eine unglaubliche Weite. Diese Weite ist unbeschreiblich schön! 

Weiche Sandstraße in der Nähe vom Waterberg
 
Aber eben auch diese Weite kann einen ganz schön zu schaffen machen, wenn man über 100 km in der gleichen Kulisse fährt und es sich nichts ändern. Dies kann sehr ermündet sein. Also am besten sich nicht selbst überschätzen und die Tagesrouten so planen, dass die Abstände nicht zu lang und der Straßenverhältnisse angepasst sind. Die meisten Straßen in Namibia sind nämlich Schotterpisten.

Auf einer Farm in der Namib Wüste

Mit der Sonne leben...heißt, mit der Sonne aufstehen und viel vom Tag haben. Schließlich gibt es viel zu entdecken, manche Touren sind etwas länger und es ist auf jeden Fall sicherer bei Tageslicht mit dem Auto zu fahren, denn auch hier gibt es Wildwechsel und die Straßen bestehen hauptsächlich aus Schotter.

Unser Jeep auf dem Weg nach Swakopmund

Nicht am Auto sparen. Sicherlich benötigt man nicht unbedingt einen Jeep um Namibia zu befahren, aber es ist auf jeden Fall sicherer und man kann die Reise einfach mehr genießen, wenn man nicht an der falschen Stelle spart. Übrigens ist die Fahrt zu zweit allein im Auto nicht gefährlich, sondern macht Spaß und durch aus zur Nachahmung geeignet.

Giraffe im Etosha National Park

Vor Ort genügend Verpflegung kaufen, vor allem immer genügend Wasser dabei haben.  Es kann immer mal passieren, das man mit dem Auto liegen bleibt, da kann eine ausreichende Verpflegung unter Umständen überlebenswichtig werden. Und genug trinken ist immer ratsam bei einer Hitze von fast 40 Grad.

Wildcarpaccio im Canon Road House (einer der Unterkünfte, in dem das Essen extrem gut war)

In Namibia sich den kulinarischen Genüßen hingeben. Besonders Fleischliebhaber kommen in Namibia voll auf ihre Kosten. Gerade Wildfleischsorten wie Oryx, Springbock oder Kuddu stehen hier auf der Speisekarte. Alles ist Bio und unglaublich lecker!

Erdmännchen

So, es gibt auf jeden Fall noch so viel mehr zu berichten! Keine Frage! Das Land ist toll und wir haben in den drei Wochen so unfassbar viel erlebt!!!  Aber für heute soll es das, erst einmal gewesen sein.

Am Fish River Canyon

In meinem nächsten Blogbeitrag zu Namibia stelle ich euch meine 5 Favoriten hinsichtlich Unterkünfte vor.

In diesem Sinne

Fröken Su

PS. Und nicht vergessen, auf meinem Blog gibt es noch bis zum 15. Mai  ein Give Away bei der Posterlounge zu gewinnen. Schon mitgemacht? Falls nicht, noch habt ihr die Chance. HIER geht es zum Gewinnspiel.


Tierherden im Etosha National Park (Oryxantilopen sind übrigens das Wappentier von Namibia) 

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Vielen Dank für deine lieben Worte. Ich freue mich sehr darüber.

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